Nachhaltigkeit: Der einfache Brötchenbeutel

Ich gebe es zu: Ich bin sehr lange, jeden Morgen zum Bäcker meines Vertrauens gefahren und habe für meine Lieben frische Brötchen gekauft.

DAS war so gar nicht nachhaltig. Wenn ich an den Spritverbrauch, die Umwelt und an meine Geldbörse denke . . . . ohje, ohje . . . ! Erfreulicherweise ist man ja auch im Alter nicht davor gefeit weiser zu werden. Seit ich mein eigenes (Sauerteig)Brot backe, muss ich kaum noch zum Bäcker fahren und es ist sehr erstaunlich, wie viele Papiertüten sich nun weniger in meiner Küche und im Altpapier tummeln. 

Natürlich schaffe ich es nicht immer meinen Sauerteig richtig zu timen, so dass es ein bis zwei Mal im Monat noch vorkommt, dass ich zum Bäcker fahren muss. Für einen solchen Fall habe ich mir einen Brötchenbeutel genäht, da ich weiterhin auf Papiertüten verzichten möchte.

Da hat man gleich morgens gute Laune

Wie Du dem Beutelchen ansehen kannst, hatte ich am Tag des Schaffens eine bunte, verspielte Phase. Die Stoffauswahl ist bei mir oft von der Tagesform abhängig und ich bin froh, dass es kein Tag für schwarzen Canvas Stoff war :).

Den Beutel habe ich größentechnisch an die Bäckereitüte angepasst. Da wusste ich, dass da all das reinpasst, was wir so üblicherweise für fünf Personen benötigen. [Bei Pinterest findest Du natürlich reichlich Anleitungen.]

Es handelt sich hierbei um die etwas aufwendigere Variante:

  • Außenstoff, bunt
  • Innenstoff, hellgelb
  • Boden mit ca. 3 cm abgenäht
  • roten Tunnelzug aufgesetzt
  • Baumwollkordel*
[*Die Kordel würde ich persönlich das nächste Mal etwas dünner wählen.]

Innen- und Außenbeutel werden eigentlich wie bei der einfachen Einkaufstasche (Totebag) zusammengebracht. Den Tunnel habe ich dann außen aufgesetzt.

Natürlich gibt es auch eine einfache Variante. Diese war in meinem Fall eigentlich zur Brotaufbewahrung gedacht. Das hat sich allerdings nicht als so genial erwiesen, wie ich dachte, daher wird der Folgende Beutel ebenfalls für Einkäufe (auch für Obst & Gemüse) genutzt.

Bei diesem guten Stück habe ich es mir einfach gemacht: Ein Trockentuch, alias Geschirrtuch, wurde auf die Hälfte gefaltet und erhielt oben einen ganz einfachen Tunnelzug von circa 2-3 cm. Das Bändchen ist kein Schnürsenkel, sondern ein Hoodie-Band, welches ich beim Nähkaufhaus als Meterware erworben habe. Der ursprüngliche Gedanke war, da es sich um ein Leinentuch handelt, hier drin das selbstgebackene Brot aufzubewahren. Eine Bodennaht habe ich hier nicht gesetzt.

Vielleicht magst ja auch Du Papiertüten einsparen und Dir einen wieder verwendbaren Brotbeutel nähen. Ich habe auch schon einen verschenkt, denn so hat man für das eigentliche Geschenk eine schöne Verpackung und diese ist dann als Brotbeutel wiederverwendbar. Aber natürlich kann man auch nur den Beutel verschenken.

Bald werde ich Dir noch eine weitere Idee in Sachen “Brötchenbeutel” vorstellen.

Lieblingsgrüße,

Deine Natalie

 

Nachtrag vom 13.05.2020: Leider dürfen die BäckereifachverkäuferInnen die Beutlechen wegen dem Corona Virus nicht annehmen. Aber lass Dich nicht daran hindern einen für die Zeit danach zu nähen.